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Faire Gratulation nach dramatischem Elfmeterschießen


Relegation zur A-Klasse: SG Geroda/Stralsbach/Oehrberg – DJK Ginolfs/Sondernau/Weisbach 5:6 (0:0) nach Elfmeterschießen Nach 18 Elfmetern stand der Sieger fest. Die DJK Ginolfs/Sondernau/Weisbach steht nach 120 torlosen Minuten und einem dramatischen 6:5 im Elfmeterschießen gegen die SG Geroda/Stralsbach/Oehrberg im Endspiel um den Aufstieg in die A-Klasse am Samstag (18.30 Uhr) in Schondra gegen den FC Fuchsstadt II. „Elfmeterschießen ist wie in der Bundesliga immer eine Glückssache“, sagte SG-Trainer Hubert Wehner und gratulierte fair: „Ich wünsche Ginolfs viel Erfolg gegen Fuchsstadt.“ Umjubelter DJK-Held war derweil Torwart Michael Sitzmann, der zwei Elfmeter hielt und zwei gegnerische Schützen zu Fehlschüssen verleitete. Und der selbst ganz cool blieb und den entscheidenden Elfmeter verwandelte.

Beide Mannschaften gaben alles in der zweiten Runde der Relegation, mit dem glücklicheren Ende für Ginolfs? Jürgen Weikert (links), hier im Laufduell mit Gerodas Matthias Kohl. Foto: ssp

Vier Chancen in zehn Minuten

Das Spiel brauchte ein gehörige Anlaufzeit, ehe es in Fahrt kam. In den ersten Minuten wagte die DJK Ginolfs/Sondernau/Weisbach ein, zwei Annäherungen in Richtung SG-Tor, blieb zunächst aber harmlos. Genauso wie der Zweite der B-Klasse Rhön 1, dessen Bälle in die Spitze kaum einmal einen Abnehmer fanden. So blieb es bei viel Mittelfeld-Geplänkel, bei dem Tim Weiß bei Geroda und der 47-jährige Rüdiger Arnold beim Zweiten der B-Klasse 4 die Fäden zu ziehen versuchten. Aufregend wurde es in den zehn Minuten vor der Pause. Plötzlich kam die Spielgemeinschaft durch und zu vier guten Chancen bei zwei Fernschüssen von Weiß (35., 36.) und einem Kopfball von Johannes Kohl (38.). Ein Pass in Richtung des lauernden Tim Weiß wurde in höchster Not von DJK-Kapitän Florian Omert aus der Gefahrenzone befördert (45. + 1).

Im zweiten Durchgang geriet Michael Sitzmann im Tor der DJK stärker in den Blickpunkt, als ihm lieb gewesen sein dürfte. Mehrere Male rettete er in höchster Not. Zum Beispiel gegen Johannes Kohl (50.) oder bei einer Direktabnahme von Patrick Reppert (73.). Einmal hatte er freilich Glück, als er den Ball verpasste, Maximilian Beck aber zu überrascht für einen gezielten Abschluss war. Ginolfs/Sondernau/Weisbach hatte im Spiel nach vorne nichts Zwingendes zu bieten und rettete sich in die Verlängerung.

Kampfspiel in der Verlängerung

Die 30 Extraminuten durfte die DJK in Überzahl bestreiten, weil sich der Gerodaer Abwehrchef Matthias Heck kurz hintereinander zwei Verwarnungen eingehandelt hatte. Für die verbliebenen 19 Feldspieler wurde die Verlängerung bei immer noch warmen Temperaturen kurz vor 21 Uhr in Burgwallbach zur Qual, jeder Schritt tat weh, an ein planvolles Spiel war kaum noch zu denken. Beide Mannschaften waren hauptsächlich darauf bedacht, den einen, den entscheidenden Fehler nicht zu begehen. Chancen gab es vor dem Elfmeterschießen noch je eine auf beiden Seiten: Mit einem Kopfball scheiterte André Schrenk am SG-Schlussmann Michael Hergenröder (93. ) und auf der Gegenseite packte Sitzmann bei einem Freistoß von Matthias Kohl sicher zu (103.).

Dann ging die Dramatik los: Während Johannes Kohl auf SG-Seite nicht gegen Michael Sitzmann traf, hielt Michael Hergenröder den Elfmeter von Thomas Rott. Sitzmann hielt gegen Ralph Regus, Julian Vorndran verschoss. Hergenröder hielt gegen André Schrenk, Simon Hammer traf nur den Pfosten. Torwart Sitzmann gelang das entscheidende 6:5, denn Tobias Schneider brachte den letzten Ball nicht im Netz unter, sondern schoss über das Tor. Danach kannte die Freude bei Ginolfs keine Grenzen mehr, während Gerodas Team geknickt auf dem Rasen in Burgwallbach stand. „Es war ein Bombenspiel“, bilanzierte SG-Trainer Wehner. „Nur die Nerven haben am Ende nicht gereicht.“

Geroda/Stralsbach/Oehrberg:Hergenröder – Heck – Hammer, Kröckel – Beck, Schleicher, Theimer, Regus – Weiß – M. Kohl, J. Kohl. Rückwechselspieler: Pfülb, Schneider. Ginolfs/Sondernau/Weisbach:Sitzmann – Markert – Weikert, M.-A. Göpfert – Nennstiel, Wirsing, Arnold, M. Wirth, Omert – Vorndran, Eyring. Rückwechselspieler: Rott, Schrenk, Friedrich.

Gelb-Rot: Matthias Heck (86., Geroda).

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