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Angreifer mit unbändigem Ehrgeiz

Rein sportlich gesehen haben Julian Vorndran und seine Mitspieler bei den Fußballern der DJK Ginolfs/Sondernau/Weisbach schon weitaus bessere Tage gesehen. In der vergangenen Saison kickte der 28-jährige Serviceberater in einem Autohaus, der zur Zeit eine Fortbildung zum Wirtschaftsfachwirt absolviert, mit der DJK noch in der Kreisklasse. „Da belegten wir am Rundenende den zehnten Platz, schafften also den sportlichen Klassenerhalt. Leider haben wir in den letzten Jahren etliche Stammspieler verloren. Deshalb wurde unser Kader immer mehr ausgedünnt. Folglich blieb nichts anderes übrig als der freiwillige Rückzug aus der Kreisklasse in die unterste Liga, die B-Klasse. Denn nur dort wollten unsere Alten Herren auch mal aushelfen“, erzählt Vorndran, der mit sechs Jahren bei der DJK Unterweißenbrunn („Wir hatten eine Spielgemeinschaft mit Ginolfs/Sondernau“) mit dem Fußballspielen begann.

 

Nach einer Stippvisite in Oberelsbach kehrte er zur alten Spielgemeinschaft zurück, bevor sich der Ginolfser seinem jetzigen Verein anschloss. Es dauerte nicht lange, bis er mit der DJK die Höhepunkte seiner bisherigen fußballerischen Laufbahn erleben durfte. In der Saison 2004/05 wurde die DJK Meister der Kreisklasse und stieg in die Kreisliga auf. Stolz erzählt er, dass man damals bereits am 1. Mai die Meisterschaft gebührend feiern durfte. Auch in der darauffolgenden Runde sorgte die DJK für Furore. „Da wurden wir Vizemeister und spielten in der Aufstiegsrelegation in Garitz gegen Mühlhausen. Leider verloren wir dieses Match mit 1:3. Von diesen Erlebnissen zehrt man und will sie der Jugend einmal auch möglich machen“, berichtet Vorndran.

 

Mit dem Verlauf der bisherigen Saison ist der Stürmer, der bis jetzt 14 Treffer erzielt hat, nicht unzufrieden. Wahrscheinlich aber mit einer Ausnahme: Am vergangenen Sonntag unterlag man nach einer schwachen Gesamtleistung dem Tabellenzweiten SG Mellrichstadt/Frickenhausen II auf eigenem Platz klar mit 0:3. Da passte sich Vorndran der allgemeinen Tristesse im DJK-Spiel nahtlos an. Das soll an diesem Wochenende die SG Stockheim/Bastheim II büßen.

 

Julian Vorndran ist mit 14 Toren der beste Angreifer des B-Klassisten DJK Ginolfs/Sondernau/Weisbach. Außerdem gilt er als einer der Wortführer der Mannschaft.

 

Eines ist nach der Niederlage aber klar: Seine DJK kann kaum mehr Meister werden. „Unsere Chancen sind gleich Null. Dazu ist unser Rückstand viel zu groß.“ Deshalb hat er auch ein anderes Ziel ausgegeben. „Wir wollen die Mannschaft halten und den Kader auf 15 Mann aufstocken.“

 

Angesprochen auf seine Tore gibt er sich bescheiden und nennt keine genaue Zahl als Ziel. Nur so viel: „Mal gucken, was noch möglich ist.“ Neben dem Toreschießen nennt er das Spielverständnis und die Technik als seine eigenen Stärken. „Läuferisch muss ich aber noch

 

besser werden.“ Normalerweise lebt die Mannschaft von ihrem Zusammenhalt und ihrer Kampfkraft, die allerdings zuletzt nicht zu sehen war. Laut Vorndran mangelt es aber am Spielaufbau und im Spielverständnis: „Unser größtes Handicap ist aber sicher unser kleiner Kader.“

 

Wenn man Harald Omert, seinen Trainer bei der DJK Ginolfs/Sondernau/Weisbach, nach seinem Stürmer befragt, gibt er an, dass „Jule“ einen unbändigen Ehrgeiz besitzt. „Manchmal übertreibt er allerdings. Etwas Besonnenheit wäre manchmal gut. Er ist der Wortführer der Truppe. Von dieser Art brauchst du mindestens zwei Mann.“ Seine Freundin Christina Müller, eine Münnerstädterin aus einer echten Fußballerfamilie, mit der er zusammenlebt, bezeichnet ihren Freund als einen, der „auf dem Platz emotional und leicht reizbar“ ist. „Dort ist er ein aufbrausender Mensch. Das ist aber daheim weniger. Da hat er sich gut im Griff.“ Christina ist bei jedem Spiel an der Seitenlinie und beobachtet natürlich vor allem ihren Freund: „Daheim diskutieren wir dann über seine Leistung. Von mir nimmt er Kritik an, von anderen aber weniger.“

 

Vorbild Gerd Müller

Als Stürmer hat er sich natürlich einen Torjäger als seinen Lieblingsspieler auserkoren. Es ist Gerd Müller, der Rekordtorschütze der Bundesliga. „Auch mein Vater Engelbert ist mein Vorbild.“ Als seinen Lieblingsklub gibt er den 1. FC Köln an. „Der Onkel meines Vaters kommt aus der Domstadt. Er hat mir in meiner Kindheit einmal ein Trikot von Toni Polster geschenkt. Da hatte ich mein Herz an den FC verloren“, begründet er. Vom Klassenerhalt seiner Lieblinge in der Bundesliga ist er überzeugt, vor allem nach dem Kölner Sieg in Mainz. Neben dem Fußball betreibt er gerne Fitnesstraining. „Vor allem aber esse ich leidenschaftlich gerne und koche auch öfters.“ Das erfreut natürlich besonders seine Freundin, die bestätigt, dass er gut kochen kann.

 

Vorndran hat ein großes Ziel: Er will mithelfen, die DJK Ginolfs/Sondernau, seinen Verein, am Leben zu erhalten und weiter in der B-Klasse zu spielen. Dann wird, so jedenfalls glaubt Vorndran, Frickenhausen/Mellrichstadt II nicht mehr dieser Klasse angehören. Denn für ihn wird diese Mannschaft Meister und damit Aufsteiger in die A-Klasse sein. „Sie haben in der Rückrunde einen Lauf und alle Partien gewonnen“, so seine Begründung.

 

Er glaubt „mit einigen Zweifeln“ an einen Europameister Deutschland. Sollte der Weltmeister es aber nicht schaffen, räumt er Belgien die größten Chancen ein. Verletzungen hat Vorndran schon einige in seiner Laufbahn erlitten. „Ich hatte schon zwei Kreuzbandrisse im rechten Knie. Zur Zeit spiele ich ohne Kreuzband.“ Dafür macht er täglich Übungen, um überhaupt Fußball spielen zu können.

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